Entstehungsprozess der Gemälde

„ Kunst ist die Verwandlung einer Idee in ein Thema“ Unbekannt

Das Zarte, 120x40

Arbeitsweise

 

Meine Bilder begegnen Ihnen wahrscheinlich manchmal mit Vehemenz. Brachiale Pinselbahnen und kraftvolle Farbflächen lassen einen zurücktreten, um den richtigen Abstand zum Bild, vielleicht den erforderlichen Überblick zu gewinnen.

 

Unter den unbewußt oder bei Zeiten bewußt gesetzten Farbflächen sind dann allmählich Strukturen zu erkennen, aufgespachtelte Massen, Risse, Kerben; weitläufige Schlieren zwischen nachdenklich langsam pendelnden Flecken und Schüttungen. Formen blitzen auf, und in den Formen teilweise Figuren – bevor sich darunter plötzlich eine weitere Dimension eröffnet.

 

Man ist längst wieder an das Bild herangetreten, pendelt gleichzeitig vorwärts und rückwärts durch den Entstehungsprozess, quer durch viele Schichten. Doch anstatt sich zwanghaft festzulegen, wird das Bild selbst zur Idee, schafft sich selbst den Raum, den es später einnimmt. Vielleicht weil es kontinuierlich Änderungen unterworfen war, wird man auch als Betrachter nie wirklich mit Anschauen fertig.

 

Bilder von mir sind Erzählungen, die sich immer wieder selbst schreiben und ungeahnte Kapitel aufschlagen. Wie ein Gedankenspiel, das für jeden zu einem anderen Ende führt. Die Sprache der Kunst wird überall verstanden.